Schmuck

PTFE - Polytetrafluorethylen (auch Teflon genannt)


In der Medizin wird PTFE unter anderem für Implantate wie beispielsweise Gefäßprothesen verwendet. Zum einen sorgt seine chemische Beständigkeit für eine lange Lebensdauer und gute Verträglichkeit, zum anderen verringert die glatte Oberfläche die Entstehung von Blutgerinnseln. Aufgrund dieser Verträglichkeit findet es auch immer mehr Anwendung als Piercing-Schmuck.

Durch den Einsatz von Piercing-Schmuck aus PTFE als Ersteinsatzmaterial werden wesentlich kürzere Abheilzeiten erreicht als vergleichsweise bei Verwendung vonTitan.

besondere  Eigenschaften:

-Flexibilität, dadurch hoher Tragekomfort

-lässt sich in gewünschte Biegung versetzen (Nabel, Augenbraue etc.)

-antiallergisch

-sterilisierbar im Autoclav bei 145° C und Heißluftsterilisator bei 180° C

-einfache Längenregulierung

-kein Verlieren von schraubbaren Kugeln, da Gewinde schon nach drei Umdrehungen beim Aufschrauben klemmende Wirkung aufweist.

wichtigste Eigenschaft:

PTFE zeigt ein äußerst antiadhäsives Verhalten, d.h. kein Verkleben des Wundsekretes mit dem Schmuck. Bei Metallschmuck wie z.B. Titan oder Gold verklebt das Wundsekret oftmals so stark mit dem Schmuck, das bei bewussten oder unbewussten Bewegen des Schmucks die Wundränder aufgerissen werden und somit der Heilvorgang verzögert wird.


Info über Schmuckform Ersteinsatz:

Auch heute noch gibt es Studios und Piercer, die der festen Überzeugung sind, das als Ersteinsatz bei Augenbrauen, Brust und Nabelpiercings etc. ein Ring eingesetzt werden  muss. Bei näherer Betrachtung ist das genaue Gegenteil der Fall. Hierzu ein einfacher Test. Nehmt einen BCR 1,6mm/12 mm zu 1/4 des Umfanges zwischen Daumen und Zeigefinger und kippt den Ring rechts nach links und ihr spürt die Wundkanalreizung ganz deutlich. Ein Ring, speziell bei Brust-und Nabelpiercing, ist in ständiger Bewegung, bewusst oder unbewusst. Dadurch werden beide Wundränder immer wieder aufgerissen.


Abschließend:

PTFE gibt uns die Möglichkeit, unseren Kunden ein Höchstmaß an Standard und Service zu bieten.


 


TITANSCHMUCK besteht entweder aus reinem Titan oder aus einem Gemisch mit dem Namen Ti6AL4V ELI. Verkauft werden beide Formen unter dem Namen Titan obwohl dies nicht ganz richtig ist denn Titan Ti6AL4V ELI ist nur eine Titanlegierung und zus. muss eine Werkstoffnummer angegeben sein. Eigentlich ist dieses Material als Titanlegierung zu bezeichnen. Ab Titan Grad 4 ist zusätzlich eine Werkstoffnummer anzugeben so dass jeder der sich auskennt weiß, dass es sich um eine Legierung handelt. Welches dieser Materialien sich besser für den Einsatz eignet, ist umstritten. Ti6AL4V ELI wurde lange Zeit sowohl für Piercings als auch für Implantate verwendet ohne dabei Komplikationen zu verursachen, langfristig betrachtet können jedoch Allergien entstehen. Neben Titan enthält es auch 6 % Aluminium und 4 % Vanadium. Reines Titan ist dagegen weicher, schwerer zu bearbeiten und kann im Vergleich zu Ti6AL4V ELI schneller verkratzen, was zu Hautirritationen (auch Wildwuchs genannt) führen kann. Das heist im Klartext das sich an den ein und Austrittstellen des Piercings Haut bilden kann. Das sieht natürlich nicht schön aus. Wichtig ist das man immer drauf achtet das der Körperschmuck eine glatte Oberfläche hat egal um welches Material es sich handelt so kann dieser Wildwuchs vermieden werden. Schmuck der verkratzt ist sollte sofort gewechselt werden.

Grundsätzlich werden beide Materialien gerne getragen, da es sich um besonders leichte Metalle handelt, die nicht mit Körperflüssigkeiten reagieren, nicht magnetisch und überwiegend allergiefrei sind. Das Material kann eloxiert werden, um die Oberfläche zu färben. Gängig sind dabei Regenbogenfarben: Gelb, Blau, Hellblau, Violett, Hellviolett und Grün. Eloxiertes Material sollte nicht unbedingt zum Ersteinsatz eingesetzt werden es ist zwar zulässig jedoch können Komplikationen entstehen.

Titan ist das gängigste Piercingmaterial, besonders innerhalb der EU.


 

TITAN PVD schwarz (Blackline)

PVD-beschichtetes Titan wird seit den späten 1980er Jahren in der Medizin genutzt. Es handelt sich dabei um eine Methode, die Oberfläche von Herzschrittmachern und anderen medizinischen Instrumenten zu behandeln. PVD (physical vapor deposition) ist ein Verfahren, mit dem eine dünne Substratschicht erzeugt wird, indem man den Werkstoff in eine Gasphase (Plasma) bringt. Die physikalischen Eigenschaften der Oberfläche werden dadurch verändert, der Schmuck ist sehr widerstandsfähig und verursacht am Körper kaum Reibung. Allergische Reaktionen auf PVD-beschichtetes Titan sind nicht üblich, weshalb das Material auch oft für Operationsinstrumente genutzt wird. Zwar ist die Oberfläche nicht dauerhaft beständig, jedoch robuster als bei eloxiertemTitan.

PVD-beschichtetes Titan kann bei neuen und nicht verheilten Piercings eingesetzt werden und bedenkenlos mit Dampfdruck gereinigt werden. Kommt der Schmuck oft mit härteren Gegenständen oder Körperteilen, wie beispieldweise den Zähnen in Kontakt, kann die schwarze Schicht auf der Oberfläche dabei abgekratzt werden.



IMPLANTANIUM

Nachdem die EU das Nickel-Gesetz verabschiedete und Edelstahl nicht mehr in neu gestochene Piercings eingesetzt werden durfte, wurde Implantanium, ein Gemisch mit geringerem Nickelanteil als Alternative entwickelt. Aufgrund hoher Preise, wechselnder Qualität und begrenzter Schmuckauswahl konnte es sich jedoch nicht durchsetzen. Statt dessen wird Titan bevorzugt verwendet. Die Mischung beinhaltet weniger als 0,05 % Nickel, entspricht somit der EU-Richtlinie und kann in wunden Piercings getragen werden.


 

EDELSTAHL (auch 316L oder Chirurgenstahl) ist besonders in den USA der meist verbreitete Piercingschmuck, hat jedoch einen schlechten Ruf, der auf das EU-Verbot von 1994 zurückzuführen ist, nach dem Materialien mit hohem Nickelanteil nicht in neue Piercings eingesetzt werden dürfen. 316L besitzt einen hohen Anteil von etwa 10 bis 14 %, löst aber dennoch keine Allergien aus, weil das Nickel fest vom Material eingeschlossen ist und der Anteil freigesetzten Nickels somit unterhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte liegt. 2004 hat die EU-Kommission Edelstahl wieder für den Ersteinsatz zugelassen.

Edelstahl kann gut poliert werden und wird wegen seines Glanzes oft mattem Titanschmuck vorgezogen. Da es sich um ein schweres Material handelt kommt es bei größerem Schmuck oft zu Spannungen und ungewolltem Dehnen des Gewebes. Da Edelstahl sehr kalt werden kann, wird er gerade im Winter oft gegen Schmuck aus Horn, Knochen, Holz, Kunststoff oder Glas ausgewechselt. Zur Sterilisation empfiehlt sich  ein Dampfdruckgerät.

 




SILBER
ist ein Edelmetall, das seit Jahrhunderten in nahezu jeder Schmuckform Verwendung findet. Es hat einen gewissen Glanz und kann an bestimmten Stellen schwarz eingefärbt werden, um farbliche Kontraste zu erhalten. Silber ist jedoch auch oft Auslöser von Nickelallergien.

Es sollte nicht in frischen oder wunden Piercings getragen werden, da Blut, Schweiß oder andere Körperflüssigkeiten das Metall zum oxidieren bringen können. Des weiteren wird Nickel freigegeben was zu Allergien und irreperablen Hautverfärbungen führen kann.


 

 


ZIRCON GOLD wurde als Alternative zu Goldschmuck entwickelt. Die Produktion ist ähnlich wie bei Blackline; statt Titan wird für die Legierung jedoch Zirkoniumnitrat verwendet. Innerer Bestandteil des Schmucks ist meist ein Titangemisch namens Ti6AL4V ELI und wird auch für medizinische Instrumente verwendet.

Zircon Gold ist besser hautverträglich als richtiges Gold und verfärbt sich nur selten. Es hat eine glattere Oberfläche und weniger Gewicht, ist preiswerter, aber dennoch widerstandsfähiger und kann mittels Dampfdruck gereinigt werden.


 


GOLD ist ein besonders edles Metall, wird sehr gerne als Piercingschmuck getragen und hat eine lange Tradition.

Beim Einsatz sollte die Reinheit nicht unter 14 oder 18 Karat (58 bis 75 %) liegen. Gold ist sehr weich und nicht kratzfest. Besonders in neuen Piercings können Kratzer zu Hautirritationen führen. Demzufolge ist von dem Einsatz in ein Zungenpiercing abzuraten, da hier besonders viele Kratzer entstehen können. Schmuck mit Goldlegierung hat meist einen Gehalt von 18 Karat und enthält 75 % Gold und 25 % Kupfer und Silber. Spuren anderer Metalle können auch enthalten sein. Gold in schlechterer Qualität kann auch Zink und Nickel enthalten.

Goldschmuck sollte nur bei vollständig verheilten Piercings eingesetzt werden. Körperabsonderungen können das Material ausbleichen. Goldallergien sind zwar selten, können jedoch vereinzelt auftreten (meist bei Weißgold) Im Extremfall kann das im Schmuck enthaltene Kupfer ausbleichen und grünliche Hautverfärbungen verursachen.


 


GLAS als Piercingmaterial existiert bereits seit tausenden von Jahren. Beispielsweise wurden Plugs aus Glas in altenägyptischen Gräbern gefunden.

Bei ordnungsgemäßer Form und Herstellung ist es ein ausgesprochen gut geeignetes Material. Es ist komfortabel zu tragen und besonders körperverträglich. Billigere Glaskugeln, die nicht von Metall ummantelt sind, können jedoch leicht zersplittern und somit zu Verletzungen führen. Die Reinigung mit einem Dampfdruckgerät ist möglich, bei billigeren Produkten besteht jedoch auch hier die Gefahr, dass das Material Risse bildet.


 

 

Bei ACRYL oder PLEXIGLAS handelt es sich um einen transparenten Kunststoff. Es wird im Piercingbereich meist für Plugs und aufgrund seiner glatten Oberfläche für Dehnungsstifte verwendet.

Aus Acryl gefertigter Piercingschmuck tendiert dazu, Körperflüssigkeiten und Hautabsonderungen in winzigen Poren zu sammeln, weshalb regelmäßige und gründliche Reinigung empfohlen wird, um Gerüche und Infektionen zu vermeiden. Es ist nicht zum Einsatz in gereizte oder unverheilte Piercings geeignet und sollte nicht mit Dampfdruck gereinigt werden, da es seine Farbe dabei verlieren kann. Das Material ist sehr zerbrechlich und kann bei stärkerer Belastung zersplittern.









HOLZ gehört allgemein zu den ältesten als Schmuck verwendeten Materialien und ist nach wie vor besonders bei größeren Steckern ein häufig getragenes Material. Es ist leicht und bleibt auch bei kälteren Temperaturen warm. Holzschmuck sitzt zudem sehr gut im Stichkanal und ermöglicht der Haut das Atmen. Demzufolge kommt es auch zu gerinerer Talgablagerung und Geruchsbildung.

Der Nachteil von Holz ist seine Vielzahl an Poren die Körperabsonderungen aufnehmen können. Auch kann es austrocknen und somit seinen Glanz verlieren. Mit Pflanzenöl kann dieser Effekt verhindert werden. Vom Desinfizieren mit Dampfdruck wird abgeraten, da diese Methode das Material spröde und rissig macht. Die Maserung von Holz kann sich auch nach der Verarbeitung zu Schmuck stark ändern.

Einige Holzarten sind zum Einsatz als Piercingschmuck ungeeignet, da sie allergische Reaktionen oder Hautirritationen auslösen können. Hartholz wird als bevorzugtes Material verwendet. Unter richtiger Behandlung quillt es nicht auf, bleibt langfristig gut erhalten und nimmt nur wenig Flüssigkeit und Körperabsonderungen auf. Die Oberfläche von Hartholz kann sehr glatt geschliffen werden.

In der Herstellung ist Holz preiswert, einfach zu formen und in vielen Farben erhältlich. Auch ist es gut geeignet, um ausgefalleneren Schmuck herzustellen und mit anderen Materialien kombinierbar.


 

TIERISCHE MATERIALIEN sind beim Körperpiercing weit verbreitet und gelten als exotischer als Metall- oder Kunststoffschmuck. Wie auch Holz sind sie sehr gut als Piercingschmuck geeignet, da sie leicht zu formen sind und die Oberfläche, besonders bei Materialien wie Horn,Knochen oder Elfenbein, sehr glatt geschliffen werden kann.

Tierische Materialien erlauben der Haut zu atmen und verlieren im Winter nicht die Temperatur. Wie auch Holz können sie jedoch austrocken und einreißen. Schlecht gereinigte Materialien neigen zu stärkerer Bakterienbildung, weshalb es wichtig ist, den Schmuck bei einem seriösen Hersteller zu kaufen. Bei schlechter Qualität weist der Schmuck oft unsauber verarbeitete Stellen und Kratzer auf, welche die Bakterienbildung weiter fördern können.

Materialien wie Horn, Knochen, Elfenbein oder ähnliche sollten nicht mit Dampfdruck sterilisiert werden.


 

BERNSTEIN ist ein Schmuckstein aus fossilem Harz, der schon sehr lange zu Piercingschmuck verarbeitet wird. Einer der ältesten gefundenen Schmuckstecker war aus Bernstein gefertigt. Er ist klar bis undurchsichtig und meist gelb, jedoch auch in schwarz, grün, rot, weiß, braun und blau oder in Mischfarben erhältlich.

Oft findet man darin eingeschlossene und gut erhaltene Insekten oder Pflanzen. Das Material wird üblicherweise als Füllung für Metallschmuck oder Stecker aus Horn, Knochen oder Holz verwendet. Es gibt jedoch auch massive Bernsteinplugs.

Das Material besitzt eine glatte, sehr hautverträgliche Oberfläche, ist jedoch etwas zerbrechlich und hitzeunverträglich, sollte also nicht mit Dampfdruck sterilisiert werden. Während kälterer Jahreszeiten behält er die Körpertemperatur bei.

werden, da sie dadurch austrocknen können. Auch sollten sie aufgrund der stärkeren Bakterienbildung nicht in unverheilte Piercings eingesetzt werden.


 



 



 

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