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Das Bauchnabelpiercing
wird in die Hautfalte, die den Bauchnabel umgibt, oberhalb oder unterhalb des Nabels gestochen und sitzt vertikal. Dieses Piercing kann auch horizontal gestochen werden, seitlich des Nabels, was allerdings mehr Komplikationen hervorrufen kann. Zum Ersteinsatz verwendet man PTFE.
Dieses Piercing bedarf intensiver Pflege. Die Heilung dauert etwa drei bis sechs Monate, kann jedoch in Einzelfällen über ein Jahr dauern. Der Schmuck sollte bis zu vollständigen Abheilung nicht ausgewechselt werden.
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Beim Augenbrauenpiercing
handelt es sich um ein Piercing, bei dem der Stichkanal vertikal am äußeren Drittel der Braue gestochen wird. Es ist auch möglich, horizontal über der Braue zu stechen.
Das Augenbrauenpiercing ist ein sogenanntes Oberflächenpiercing, da sich der Einstich- und Austrittskanal auf einer Ebene befinden. Aufgrund der Stichführung knapp unter der Haut ist der Stichkanal von sehr wenig Gewebe umgeben. Dieses Piercing bedarf intensiver Pflege. Die Heilung dauert etwa zwei bis vier Monate, kann jedoch in Einzelfällen auch länger dauern. Der Schmuck (PTFE) sollte bis zu vollständigen Abheilung nicht ausgewechselt werden.
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Beim Zungenpiercing
handelt es sich um ein vertikal in der Mitte der Zunge platziertes Piercing mit einem Barbell. Mehrere symmetrisch angeordnete Piercings in der Zunge oder der Lippe werden als Venompiercings bezeichnet. Richtig gestochen, ist das Piercing gar nicht so schmerzhaft wie oft angenommen. Es zählt zu den harmlosesten Piercings. Zum Ersteinsatz erhält man hier ein Barbell aus Titan, welches zuerst länger eingesetzt wird, da die Zunge in der ersten Woche um das Dreifache anschwellen kann. Nach
ca. 8-12 Tagen sollte der lange Stab gegen einen kurzen ausgetauscht werden. Nach 2 Wochen kann man meist von einer vollständigen Heilung sprechen.
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Ein Lippenbändchenpiercing
oder Frenulum wird meist durch das Bändchen gestochen, das die Oberlippe in der Mitte mit dem Zahnfleisch verbindet. Es kann jedoch auch durch das kleinere Bändchen in der Unterlippe gestochen werden. Das Lippenbändchen ist sehr dünn, jedoch verhältnismäßig stabil. Da es aus Schleimhautgewebe besteht, verheilt es schnell und entzündet sich nur in seltenen Fällen. Zum Ersteinsatz wird hier ein Ring verwendet. Nach 2-3 Wochen ist dieses Piercing abgeheilt.
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Das Nostril-Piercing
ist ein Piercing durch den linken oder rechten Nasenflügel.Häufig wird das Nostril-Piercing von einem Juwelier mit einer Ohrlochpistole geschossen. Es ist nicht nur davon abzuraten, sondern auch verboten. Es sollte von einem professionellen Piercer mit einer Venenverweilkanüle gestochen werden. Zum Ersteinsatz wird ein ein Stecker aus Titan verwendet. Die Abheilzeit beträgt ca.8 Wochen.
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Ein Septum-Piercing
ist ein Piercing durch die Nasenscheidewand. Das Septum-Piercing ist schwierig gerade zu stechen, da die Nasenscheidewand gewöhnlich Unebenheiten aufweist, welche ausgeglichen werden müssen. Ein guter Piercer sollte in der Lage sein, das Piercing nur durch das dünne Häutchen der Nasenscheidewand zu stechen, sodass kein Knorpel getroffen wird. In diesem Fall ist es ein eher geringer Schmerz. Der Heilungsprozess dauert etwa 2-3 Monate. Besonders bei Schnupfen ist peinliche Hygiene angebracht. Zum Ersteinsatz wird meist ein Ring oder ein Barbell verwendet. Später kann das Piercing vorsichtig gedehnt werden, um Schmuck mit größerem Durchmesser einsetzen zu können. Der Knorpel der Nasenscheidewand kann dabei dauerhaft deformiert werden. Um das Piercing nicht öffentlich zu zeigen, kann ein Circular Barbell eingesetzt werden, der nach oben in die Nasenhöhle geklappt wird, der das Zuwachsen des Stichkanals verhindert und kaum gesehen werden kann.
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Das Bridge-Piercing
oder Erl ist ein Piercing am oberen Ende des Nasenrückens und sitzt waagerecht in der Hautfalte über dem Nasenbein zwischen den Augen. Die Platzierung dieses Piercings ist nicht immer leicht, da die Lage sehr auf das Gesicht abgestimmt werden muss, um nicht schief oder krumm zu wirken. Die zu piercende Stelle muss so gewählt sein, dass das Sichtfeld nicht eingeschränkt wird. Zum Einsatz sollte ein Curved Barbell verwendet werden, da dieser durch seine gebogene Form das Risiko des Herauswachens minimiert. Dieses Piercing zählt zu der gefährlichen Art, da in dem Bereich wichtige Gesichtsnerven verletzt werden können. Die Abheilzeit beträgt 8-12 Wochen.
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Ein Labret-Piercing
ist ein Piercing im Bereich der Unterlippe. Zum Ersteinsatz kann ein
PTFE -, Stahl- oder Titanstecker verwendet werden. Nach dem Stechen schwillt die Lippe an, so dass ein längerer Stab eingesetzt werden muss. Nach ca. 8-12 Tagen kann der lange Stecker gegen einen kürzeren oder gegen einen Ring getauscht werden. Soll ein Ring getragen werden, so ist dieser vor dem Stechen auszumessen und anzupassen. Die Abheilzeit beträgt ca. 6-8 Wochen.
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Ein Madonna-Piercing
ist ein Piercing, das als Schönheitsmal seitlich oberhalb der Oberlippe gestochen wird; es ist somit eine Variante des Labret-Piercings. Auch hier wird ein Stab aus PTFE, Stahl oder Titan in Überlänge eingesetzt, der nach Abschwellung gegen einen kürzeren ausgetauscht wird. Die Abheilzeit beträgt hier 10-14 Wochen.
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Das Labret Vertical
beginnt unterhalb der Lippe und endet innerhalb des Lippenrotes. Wie beim Labret- und beim Madonna-Piercing schwillt auch hier die Lippe an und es muss ein dementsprechend langer Stab eingesetzt werden, der nach Abschwellung gegen einen kürzeren ausgetauscht wird. Die Abheizeit beträgt 8-12 Wochen.
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Ein Medusa-Piercing
ist ein Piercing das genau in der Mitte oberhalb der Oberlippe gesetzt wird. Da an dieser Stelle besonders viele Nerven verlaufen, ist es oft schmerzhafter als andere Piercings in der Lippe. Als Schmuck wird ein Labret-Stecker aus PTFE, Stahl oder Titan in Überlänge eingesetzt, da es die Tage darauf zu Schwellungen kommen kann. Nach der Abheilung des Piercings sollte jedoch ein kürzerer Stecker eingesetzt werden, um Zähne und Zahnfleisch zu schonen. Die Abheilphase dauert in der Regel zwischen 1 bis 3 Monate.
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Das Brustwarzenpiercing
ist ein durch die Brustwarze bzw. den Warzenhof gestochenes Piercing, das sowohl von Männern als auch von Frauen getragen werden kann. Es wird meist horizontal oder vertikal gestochen, kann jedoch beliebig angeordnet werden. Prinzipiell ist es auch möglich, mehrere Piercings übereinander zu stechen. Zum Ersteinsatz wird PTFE oder ein Barbell aus Stahl oder Titan verwendet. Die Abheilzeit beträgt zwischen 2 und 6 Monaten.
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Als Oberflächenpiercing
wird jedes Körperpiercing bezeichnet, das auf der Oberfläche des Körpers platziert ist und durch Stellen geht, die weder konvex noch konkav geformt sind. Einstich- und Austrittskanal liegen damit auf einer Ebene.
Da sie meist unter Spannung stehen, können sie häufiger vom Körper abgewiesen werden als andere Piercings und wachsen dabei heraus. Der Heilungsprozess ist erheblich langwieriger. Mit entsprechendem Schmuck und präziser Platzierung kann das Risiko jedoch reduziert werden. Hier empfiehlt sich wieder PTFE.
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Dehnen von Piercings oder Stretching
bezeichnet die beabsichtigte Vergrößerung des Stichkanals eines Piercings, um Schmuck mit größerem Durchmesser tragen zu können. Grundsätzlich kann jedes Piercing auf einen gewissen Durchmesser erweitert werden. Knorpelpiercings sind gewöhnlich schwieriger zu dehnen und können dabei Wulstnarben bilden, wenn sie zu schnell gedehnt werden. Problematisch ist auch das Weiten von Oberflächenpiercings, da diese einer starken Spannung ausgesetzt sind. Um den Stichkanal nicht zu verletzen, wird er üblicherweise in kleinen Schritten gedehnt.
Zur Vergrößerung eines Piercings gibt es verschiedene Methoden unterschiedlichen Ursprungs und für verschiedene Zwecke. Das einfache Dehnen des Stichkanals erfordert dabei meist etwas Geduld, da das Gewebe zwischen den einzelnen Schritten einige Wochen benötigt, um sich zu lockern und bei weiterer Vergrößerung nicht einzureißen. Der gedehnte Stichkanal bildet sich nach Herausnehmen des Schmucks nach einiger Zeit wieder zurück.Die verbreiteteste Technik um Piercings zu dehnen ist die Verwendung eines Dehnungsstabes. Dabei wird ein konisch verlaufender Dehnungsstift (Taper) verwendet, der zuvor mit Gleitgel bestrichen und vorsichtig in den Stichkanal eingeführt wird. Der Schmuck mit größerem Durchmesser wird anschließend am Ende des Dehnungsstiftes angesetzt und hinterhergeschoben. Alternativ kann auch eine kreisförmige Dehnungssichel verwendet werden.
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OHRPIERCINGS
Mit einem Ohrloch ist meistens das Piercing durch das Ohrläppchen gemeint (9), jedoch kann im Ohr an zahlreichen weiteren Stellen in der Ohrmuschel Piercingschmuck angebracht werden, wobei dann häufig kleinere Ball-Closure-Ringe eingesetzt werden. Diese Piercings ziehen meistens einen langwierigen Heilungsprozess mit sich.Der Conch (7) sitzt direkt in der inneren oder äußeren Ohrmuschel. Das Helix (1) verläuft durch das Knorpelgewebe der Ohrkante und gehört zu den häufigsten Piercings in der Ohrmuschel.Als Industrial (2) werden zwei gegenüberliegende Helix-Piercings verstanden, die mit einem Barbell verbunden sind.Im Anti-Helix kann das Rook (3) gestochen werden.Der Daith (4) wird durch die waagerechte Auswölbung in der Ohrmuschel gestochen und ist bedingt durch die geringe Größe der Stelle etwas schwieriger zu stechen.Das Tragus - Piercing (5) führt durch den Knorpelfortsatz am Eingang des Gehörkanals. An dieser Stelle ist das Knorpelgewebe dünner als beim Conch, wird jedoch aufgrund der sehr kleinen und engen Stelle beim Stechen und besonders beim Einsatz des Piercingschmucks stärker belastet.Das Anti - Tragus - Piercing (8) befindet sich entsprechend an dem Tragus gegenüberliegenden knorpelfortsatz. Das Snug (6) verläuft durch die innere Knorpelauswölbung parallel zur Ohrkante.
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